Was ist Großtagespflege?

„Großtagespflege ist eine Form der Kindertagespflege, bei der sich mehrere Kindertagespflegepersonen zusammenschließen und in geeigneten Räumlichkeiten bis zu maximal 10 gleichzeitig anwesende Kinder betreuen.“ (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen) .

Kindertagespflege ist die individuelle und familiäre Betreuung durch eine feste Bezugsperson in einer kleinen Gruppe mit individueller Zuwendung und Förderung der Kinder bei flexibler Gestaltung der Buchungszeit.

Das ist unsere Großtagespflege:

  • Unser Name: „Rauenzeller Bachmäuse“
  • Wir bieten eine besondere Form der Tagespflege, die bekannt ist für ihre flexible und familiäre Betreuung
  • Wir haben die Erlaubnis zur Betreuung von Kindern ab der Geburt bis zum Alter von 14 Jahren
  • Unser Schwerpunkt liegt aber in der Betreuung von Kindern im Krippenalter (0-3 Jahre)
  • Wir betreuen max. 8 Kinder gleichzeitig …
  • … dabei sind mindestens zwei Betreuungspersonen anwesend
  • Die Kinder werden erst nach einer Eingewöhnungsphase (in Begleitung eines Elternteils) aufgenommen
  • Die Kinder finden sich in einem geregelten Tagesablauf mit festen Ritualen schnell zurecht
  • Es gibt einen gesetzlichen Bildungsauftrag für die Tagespflege
  • Jedes Kind ist einer Betreuungsperson fest zugeordnet und wird von dieser auch betreut. Das ist gleichzeitig auch Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zur Erziehung und Entwicklung ihres Kindes.
  • Jedes Kind wird altersgerecht und entsprechend seiner Persönlichkeit individuell gefördert
  • Wir betrachten Erziehung als eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und den Betreuungspersonen
  • Die Betreuungspersonen sind qualifizierte Fachkräfte mit jahrelanger Erfahrung
  • Bei Krankheit einer Betreuungskraft organisiert das Landratsamt Ansbach eine Vertretungskraft
  • Alle wesentlichen Vereinbarungen werden in einem Betreuungsvertrag zwischen den Eltern und ihrer Tagesmutter festgehalten

Die Betriebs- und Pflegeerlaubnis richtet sich nach Art. 9 Abs. 2 BayKiBiG.

Was sind die Vorteile der Großtagespflege?

Vorteile für Kinder:

  • Die Anzahl der Kinder und der Räume ist überschaubar
  • Es besteht Kontakt zu jüngeren und älteren Kindern
  • Jedes Kind wird altersgemäß gefördert
  • Es gibt eine feste Bezugsperson für jedes Kind
  • Es ist eine familiäre Betreuungsform

Vorteile für Eltern

  • Bei Krankheit einer Betreuungskraft wird eine Ersatzkraft vom Landratsamt Ansbach gestellt
  • Auf die eigenen Wünsche und Besonderheiten des Kindes wird Rücksicht genommen
  • Die Betreuungszeiten können flexibel gebucht werden (je nach Verfügbarkeit)
  • Notfalls kann sogar eine Betreuung abends oder am Wochenende genutzt werden
  • Die Betreuungskräfte haben eine hohe Qualifikation und viel Erfahrung
  • Ein ständiger Austausch mit den Betreuungskräften ist üblich
  • Die Kinder erhalten volle Verpflegung. Die Kosten sind im Monatsbetrag enthalten.

Vorteile für die Tagesmütter

  • Es ist ein gegenseitiger Austausch möglich
  • Es gibt viele Möglichkeiten für pädagogische Arbeit
  • Für die Kinder können optimale Bedingungen geschaffen werden

Ist Großtagespflege eine Konkurrenz zu Krippen oder Kindergärten?

Nein!

Der Gesetzgeber hat die Tagespflege explizit als wichtigen Baustein in der Kinderbetreuung genannt. Wir arbeiten mit den Kindergärten und Krippen zusammen. So können alle davon profitieren. Konkret wird es so sein, dass unsere Krippenkinder später in den örtlichen Kindergarten wechseln. So ist auch eine gewisse Planbarkeit gegeben.

Außerdem decken Tagesmütter oft die Zeiten ab, in der eine öffentliche Einrichtung geschlossen hat, z.B. Ferien, Abends oder am Wochenende.

Wie wird die Großtagespflege überwacht oder kontrolliert?

Großtagespflege erfolgt in Räumen, die nicht privat genutzt werden. Diese Räume müssen baulichen Anforderungen entsprechen (Brandschutz, Rettungswege), die Hygienevorschriften einhalten und außerdem noch kindersicher ausgestattet sein. Das sind wesentliche Unterschiede zu einer einzelnen Tagesmutter, die üblicherweise in privaten Wohn-Räumen arbeitet. All diese Vorschriften werden regelmäßig von den zuständigen Behörden kontrolliert.

Die Betreuungskräfte werden vor der Ausbildung vom Jugendamt überprüft und müssen verschiedene Nachweise (z.B. polizeiliches Führungszeugnis) vorlegen. In der nachfolgenden Ausbildung werden sie auf die Tätigkeit als Tagesmutter vorbereitet. Wenn die Ausbildung erfolgreich absolviert wurde, dann werden die Räume auf Kindersicherheit kontrolliert. Erst dann erhält die Tagesmutter die Pflegeerlaubnis zur Kinderbetreuung.

Wir haben darüberhinaus noch einen höheren Qualitätsstandard: Wir arbeiten in einem Team, das jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kindern und Eltern hat. Alle Betreuungskräfte haben eine entsprechende Ausbildung (Erzieherin, Staatlich geprüfte Kinderpflegerin o.ä.) und zusätzlich noch die Qualifizierung zur Tagesmutter. Unsere Betreuungskräfte sind verpflichtet, die gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen (Erste-Hilfe, Hygienbelehrung, etc.) nachzuweisen und sich ständig weiterzubilden. Außerdem finden regelmäßig Teambesprechungen und Elternabende statt, damit alle den gleichen Informationsstand haben.

Damit sichern wir eine hohe Qualität in der Kinderbetreuung.

Warum gibt es keine Fotos von Eurer Arbeit?

Natürlich gibt es viele Fotos von unserer Arbeit, den Kindern oder auch den Aktionen, die bei uns stattfinden. Aber wir sind schweigepflichtig was die Kinder und Eltern angeht und wir nehmen Rücksicht auf die jeweiligen Persönlichkeitsrechte. Niemand weiß, wer im Internet Fotos kopiert und weiterverwendet. Daher finden Sie auf der Homepage keine Fotos von Kindern, außer die Familie hat der Veröffentlichung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

Jede Familie hat aber natürlich die Möglichkeit, die bei uns gemachten Fotos anzusehen und einzelne nachzubestellen. Das gehört selbstverständlich zur Elternarbeit, auf die wir großen Wert legen.

Wir verwenden eine deutsche Softwarelösung „KigaClick“ (www.kigaclick.de), um Eltern Informationen und Fotos aus dem Alltag zu übermitteln. Dadurch haben Eltern ständig Einblick über unsere Arbeit. Die Software wurde ursprünglich für Krippen programmiert. Sie beachtet auch die neuen Datenschutzregelungen

Wie zufrieden sind Eltern?

Die Bundesregierung hat in einer ausführlichen Erhebung (März 2015) folgende Zahlen ermittelt:
Angabe für Kindertagespflege (zum Vergleich in Klammern: der entsprechende Wert für Krippen)

96,0 % zufrieden insgesamt mit der Betreuung (90,7 %)
97,1 % Wohlbefinden des Kindes (93,9%)
93,1 % Größe der Gruppe (77,4 %)
94,8% Anzahl der Betreuungspersonen (74,8 %)
84,0 % Räumlichkeiten und Ausstattung (72,7 %)
82,9 % Flexibler Umgang mit unvorhergesehenen Situationen (71,7 %)
53,6 % Kosten (48,0 %)

Quelle: KiFöG-Bericht 2015

Welche Vorteile haben Eltern?

Wir sind eine kleine Gruppe. Eine Tagesmutter hat bei uns im Regelfall maximal fünf Kinder, meist deutlich weniger zu betreuen. Eine Tagesmutter kann auch dann Ihr Kind betreuen, wenn andere Einrichtungen schon längst geschlossen haben – auch abends oder am Wochenende. Nach Absprache sind auch ein Feiertag oder Ferien kein Problem. Die Kinder sind unfall- und haftpflichtversichert. Die Betreuungskosten können von der Steuer abgesetzt werden. Die Tagesmütter unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Wenn eine Tagesmutter krank wird, dann wird eine Ersatzbetreuung eingesetzt. Sollten Sie finanzielle Probleme haben, so kann der Elternbeitrag ganz oder teilweise erlassen werden (Antrag bei Landratsamt nötig).

Was kostet ein Betreuungsplatz?

Am günstigsten ist es, wenn Sie aus Herrieden oder einem Ortsteil sind und ein Krippenkind (unter drei Jahren) bringen. Dann fangen die Elternbeiträge bei ca. 85 Euro monatlich an. Prinzipiell gilt aber: Je mehr Stunden Sie pro Woche buchen, desto günstiger ist der Stundenpreis. Sollten Sie eine Betreuung im Anschluss an den Kindergarten bzw. Schule suchen, dann sind die Elternbeiträge nochmals deutlich günstiger (ab ca. 25 Euro monatlich).

Bitte beachten Sie: In diesen Preisen ist die Verpflegung der Kinder bereits enthalten.

Bekommt man Zuschüsse?

Sollten Sie in einer finanziell schwierigen Lage sein, dann können Sie einen Antrag auf Kostenübernahme beim Landratsamt oder auch bei der zuständigen Gemeinde stellen. Der Antrag wird genau geprüft. Im günstigsten Fall werden die Betreuungskosten ganz oder teilweise erlassen. Aber jeder Fall muss individuell besprochen werden.

Können auch Kinder aus anderen Orten betreut werden?

Wir arbeiten eng mit der Stadt Herrieden zusammen, um den örtlichen Bedarf an Betreuungsplätzen und Krippenplätzen abzudecken. Grundsätzlich haben wir aber auch die Möglichkeit, Kinder aus anderen Orten aufzunehmen. Beispielsweise sind wir regelmäßig in Kontakt mit der Stadt Ansbach. Fragen Sie uns einfach!

Kann ich einen Platz reservieren?

Lassen Sie sich vormerken! Wir versuchen, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Einige Plätze vergeben wir nur nach Rücksprache mit der Stadt Herrieden. Hier finden Sie unser Formular zum Vor-Anmelden.

Wie sind Eure Betreuungszeiten?

Die Betreuungszeiten werden individuell zwischen Tagesmutter und Eltern vereinbart. Bitte fragen Sie einfach!

Eine Buchungszeit von weniger als 10 Stunden wöchentlich ist nicht sinnvoll – Ihr Kind gewöhnt sich dann nur sehr schwer ein. Aus diesem Grund empfehlen wir auch grundsätzlich mindestens drei Tage zu buchen.

Die Tagesmütter nehmen sich auch manchmal frei, für Fortbildung und Urlaub. Diese Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Was essen die Kinder bei Euch?

Die Kinder erhalten eine Vollverpflegung wie zu Hause. Das bedeutet u.U. Frühstück, Brotzeit, Mittagessen, Obstpause und Abendessen.
Wir kochen täglich selbst. Dazu suchen wir möglichst ausgewogene Speisen und Zutaten. Es steht täglich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Für die Kleinsten sollten die Eltern das Essen mitbringen (Gläser, Milch, Brei) – die Wünsche sind da einfach zu unterschiedlich. Alle Kinder essen zusammen an einem Tisch. So lernt jeder vom anderen. Außerdem schmeckt das Essen dann besser.

An Getränken stehen Wasser, Tee oder Saftschorle bereit. Wir bieten keine reinen Säfte oder Limonade an.

Süssigkeiten gibt es nur bei besonderen Anlässen wie z.B. Geburtstag. Da kann es auch mal Gummibären oder ein wenig Schokolade geben.

Sollten Sie besondere Wünsche haben, oder reagiert Ihr Kind allergisch auf besondere Zutaten, dann sagen Sie uns Bescheid. Dann nehmen wir natürlich Rücksicht darauf.

Wie läuft die Eingewöhnung ab?

Wir sehen die Erziehung als Zusammenspiel zwischen Eltern und Betreuungsperson. Deshalb treffen wir uns am Anfang zu einem Kennenlerngespräch. Dabei wird Ihr Kind sicher schon neugierig umherschauen und die anderen Kinder beobachten. Danach werden bestimmte Termine zur Eingewöhnung vereinbart. Anfangs werden Sie mit Ihrem Kind nur kurze Zeit bei uns sein (1-2 Stunden). Die Dauer wird mit jedem Termin länger. Später werden Sie Ihr Kind auch kurzzeitig alleine mit der Betreuerin lassen. Dabei werden wir die Reaktion Ihres Kindes genau beobachten. Nebenbei entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten.

Bitte üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus! Die Eingewöhnungsphase ist immer unterschiedlich und hängt von der Persönlichkeit Ihres Kindes ab. Wir nehmen Ihr Kind ernst und möchten, dass es gerne zu uns kommt. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Was müssen wir mitbringen?

Denken Sie vor allem an ein vertrautes Stofftier, Spielzeug und ggf. den Schnuller. Nicht fehlen darf außerdem passende Wechselkleidung und Windeln mit Feuchttüchern. Wir haben für Sie eine Checkliste für den ersten Tag vorbereitet.

Wo und wie schläft mein Kind?

Unsere feste Ruhe- und Schlafenszeit ist nach dem Mittagessen, ungefähr ab 13:00 Uhr.

Oft benötigen jüngere Kinder aber noch eine zweite Schlafenszeit, manche schon um 10:00 Uhr, manche um 15:00 Uhr. Das ist sehr individuell und wird von uns entsprechend berücksichtigt. Unser Ziel ist es, dass jedes Kind ausgeruht und zufrieden nach Hause gehen kann.

Wir bieten jedem Kind einen festen Schlafplatz. Da sollte auch ein eigener Schnuller und ein bekanntes Kuscheltier vorhanden sein.

Der Schlafraum wird von uns mit Babyfon überwacht. Alle Räume haben außerdem einen Rauchmelder und einen zweiten Rettungsweg.

Wie werde ich Tagesmutter?

Rufen Sie beim Landratsamt (Tagespflegebörse) an und sagen Sie „Ich will Tagesmutter werden“. Das Landratsamt ist Ansprechpartner für die Qualifizierung (und später auch für die Kontrolle).

Kann ich bei Euch mitarbeiten?

Wenn Sie Interesse an einer interessanten und verantwortungsvollen Tätigkeit mit Kindern haben, dann ist das die erste wichtige Eigenschaft, die Sie mitbringen sollten. Es reicht aber nicht, wenn Sie eine Berufsausbildung als Erzieherin, Kinderpflegerin, Sozialpädagoge oder Lehrer vorweisen können. Auch eine jahrelange Berufspraxis ist noch nicht ausreichend. Zusätzlich müssen Sie eine separate Qualifizierung als Tagesmutter absolvieren.

Wenn Sie dazu bereit sind, dann melden Sie sich bei uns!

Welche Vorteile hat die Kommune?

Mit dem Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab 01.August 2013 haben viele Kommunen drei Probleme:
Erstens kostet ein Neubau einer Krippe ein Vermögen, alleine für die Investitionskosten. Zweitens steht dieser Neubau vielleicht in einigen Jahren wieder leer, wenn keine Kinder mehr kommen. Und drittens ist es schwierig, genügend Personal zu finden; es gibt aktuell recht wenig Erzieherinnen.

Mit unserem Ansatz einer Großtagespflege werden alle drei Probleme gelöst:
Gesetzlich ist eine Erzieherin nicht vorgeschrieben – dennoch legen wir großen Wert darauf. Wir haben viel geringere Investitionskosten (kein Krippenstandard nötig, trotzdem beachten wir alle entsprechenden Vorschriften) und die Räume können dem Bedarf entsprechend angepasst und genutzt werden.